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Montag, 18. März 2013

Mein neues Cover-Konzept

Bei Amazon geht es rund. Erotik ist mal wieder im Verruf, als wäre das was Neues. Jedenfalls wird hier noch eine Zensur geschehen und ich kann mir ungefähr vorstellen, dass es als Erstes mal wieder BDSM an den Kragen geht, zumindest dem richtigen BDSM und nicht diesen Shades of Grey-Verschnitten.

Übrigens kaufe ich weiterhin bei Amazon, da ich als Indie mit ebooks.de, Thalia und Co. weitaus schlechter fahren würde, ganz einfach aus dem Grund, weil die Indies von vorne herein links liegen lassen. Die negative Meinungsmache wird zum Guten Teil von Konkurrenten geschürt, bei denen es oftmals nicht besser aussieht. Also wer mit Steinen wirft ... Das Problem liegt doch einerseits in der "Geiz ist geil"-Mentalität und dem Fehlen von allgemeinverbindlichen Mindestlöhnen für alle Branchen und anderen Dingen, die staatlicher Regulierung bedürfen. So wäre ich für eine Rück-Verstaatlichung der Stromversorgung und sehe die Bestrebungen, die Wasserversorgung in private Hände zu geben, als äußerst bedenklich an. Man sieht das in anderen Ländern, wo die Rohre nicht mehr gewartet werden, sondern die lecken Stellen und die vermehrten Keime einfach durch die erhöhte Zugabe von Chlor ausgeglichen wird.

Unterzeichnen Sie bitte hierzu dringend diese Petition:

http://www.right2water.eu/de/node/5

Die Gesundheit des Einzelnen ist doch nichts wert. Es kann ja auch nicht sein, dass 50% aller Leute mit Angst auf die Arbeit gehen.

Amazon begeben sich ohnehin schon auf dünnes Eis mit dem K8-Format, aber das ist nur meine Meinung. Man wird ja sehen, wohin das führt.
Außerdem bekomme ich als Leserin leider viele der englischsprachigen Bücher, die ich für Recherchen etc. benötige ausschließlich dort bzw. über den Marketplace. 
Natürlich kaufe ich so viel wie möglich bei Smashwords.com, Beam eBooks oder anderen Plattformen, die offen sind für Indies, denn man sollte auch seine Einkäufe streuen. Auch für Kunden sind Monopole schlecht, was man ja an den Strompreisen sieht ...

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle für den netten Twitter-Kontakt und das Lob für "Süße Rache". Es bedeutet mir wirklich viel, wenn meine Werke gefallen. Natürlich kann nicht jedes Werk jedem gefallen und darauf kann ich gar nicht hinarbeiten, weil sie dann im Endeffekt bis zur Belanglosigkeit verwässert sind und niemandem mehr wirklich gefallen. Ich denke, ihr wisst, was ich meine. Jedenfalls freue ich mich sehr, dass das "Süße Rache" "seine" Leser findet, denn ist auch eines meiner Lieblingswerke. :-)

Jedenfalls werden meine Cover ab einem gewissen Zeitpunkt - ein paar ältere Cover sind auch noch vorhanden - eine Nummer "harmloser" ausfallen, doch dafür eleganter. Hierfür habe ich ein Konzept entwickelt.

Einige der Cover stelle ich vorab zur Ansicht, auch um bei späteren Cover-Zwillingen sagen zu können, ich war die Erste. ;-) Da die Cover sehr frühzeitig vor dem Erscheinungstermin erstellt werden, kommt das leider vor, zumal ich leider nicht so schnell schreibe wie ich das gerne würde. Kleine Änderungen sind möglich, aber voraussichtlich unwahrscheinlich. Ich hoffe sehr, dass das neue Konzept viel Anklang findet.

Wer Claudette ist, weiß ich schon, aber ich verrate noch nichts. ;-)








Dienstag, 5. März 2013

Neuerscheinung: Ménage à Trois

Der Titel ist Programm, den enthalten sind vier Geschichten mit jeweils zwei ffm und zwei mmf. Eine davon (Erpresst zum Dreier) ist eine Novelle.
Insgesamt hat das E-Book 137 Normseiten. Die Seitenzählung von Amazon ist nicht korrekt, da diese weder Seiten- noch Zeilenumbrüche und Kapiteleinteilungen schon gar nicht vorsieht.

Bei den beiden Damen auf dem Cover handelt es sich übrigens um Jana und Christine aus "Erpresst zum Dreier".





KURZBESCHREIBUNG


Entfesselte Lust
Als Sandrien am Abend ihres achtundzwanzigsten Geburtstages nach Hause kommt, wartet eine Überraschung auf sie …

Wicked Ways 2 – Der Dreier
Leah wird von Jennifer und Markus zum Sextoy-Produkttest in deren Nachtclub eingeladen.

Erpresst zum Dreier
Niklas erpresst seine Kollegin Christine, die er spät abends im Büro beim Masturbieren gefilmt hat. Sie soll seine Ex-Freundin Jana und einen Typen aus der EDV-Abteilung gleichzeitig verführen. Das will er heimlich filmen und aus Rache an Janas neue Freundin Lesben-Lisa schicken. Doch er rechnet nicht damit, dass die Frauen den Spieß umdrehen wollen …

Aller guten Dinge sind drei
Die schöne blonde Heavy-Metal-Sängerin Sabrina bekommt am Tag nach der Rückkehr von der Tournee unerwarteten Besuch …

LESEPROBE 1




Sandrien Giron kehrte heute etwas früher als sonst nach Hause zurück. Es war nicht nur irgendein Freitagnachmittag im Mai gegen sechzehn Uhr, sondern der fünfte und somit ihr achtundzwanzigster Geburtstag.
Sie betrat ihr unweit von Chalon-sur-Saône in Burgund gelegenes Herrenhaus, das sie vor etwas über einem Jahr von ihrer Oma Claudine geerbt hatte. Ebenso wie diese schätzte sie die ländliche Idylle und die Ruhe, die sie ihr nach einem arbeitsreichen Tag in der Stadt vermittelte. Bereits im Eingangsbereich kam ihr der berauschende Duft der in einer hohen Vase stehenden weißen Lilien, ihrer Lieblingsblumen, entgegen, deren elegante Formen sie so liebte.
Glücklicherweise musste sie nicht in ein leeres Haus zurückkehren, da ihr pflichtbewusster Butler Benoit Prevet auf sie wartete. Wie immer lächelte er sie unverbindlich an und begrüßte sie höflich, aber distanziert. Vor einem halben Jahr, als sie hierher gezogen war, hatte sie ihn eingestellt und es bisher nie bereut, denn er verkörperte trotz seines geringen Alters Diskretion und Kompetenz. Auch wenn er ihr gesagt hatte, auf keiner Butlerschule gewesen zu sein, sondern eine Ausbildung in einem Hotel genossen zu haben, so war er doch, was ihre Bedürfnisse betraf, mehr als perfekt geeignet. Wie immer trug er einen klassischen schwarzen Anzug. Er sah tadellos gepflegt aus.
Sandrien nahm ihren eleganten schwarzen Hut ab, den er in Empfang nahm, vorsichtig etwas Staub davon abklopfte und ihn für sie auf die Ablage legte. Das fand sie beinahe übertrieben, doch sie ließ ihn gewähren.
Sandrien strich sich eine Strähne ihres dunkelkupfernen Haares, die sich aus ihrer eleganten Hochsteckfrisur mit dem schwarzen Border-Ficcare-Clip gelöst hatte, aus dem Gesicht. Ihr Stil ähnelte dem Audrey Hepburns, der sie beinahe wie eine Schwester glich. Sogar ihre Augen waren braun, wenn auch gesprenkelt mit bernsteinfarbenen Flecken.
Sandriens ärmelloses Etuikleid war schwarz wie ihre gesamte Garderobe, nur die doppelreihige, kurze Perlenkette war hell. Seit jenem schicksalhaften Tag vor elf Jahren trug sie nur noch Schwarz, doch mittlerweile nicht mehr aus Gründen der Trauer, sondern weil es ihr klassisch und elegant erschien und zu ihrem roten Haar einfach atemberaubend gut aussah.
Bedauerlicherweise waren ihre beiden Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, als sie siebzehn war. Geschwister besaß sie keine und auch sonst kaum Verwandtschaft. Sie hatte eine liebe Cousine, doch diese wohnte weiter weg in Besançon in der Franche-Comté. Seit einem halben Jahr gab es nicht mal mehr einen Partner in Sandriens Leben. Alles, was sie erfüllte, war ihre Arbeit als Rechtsanwältin in einer großen, bekannten Sozietät in Chalon-sur-Saône.
Doch am heutigen Tag genügte ihr das nicht mehr, um die Leere in ihrem Privatleben zu füllen. Ihre beste Freundin Yasmine wohnte in Dijon, doch telefonierten sie regelmäßig und besuchten sich auch immer mal wieder über das Wochenende. Doch da Yasmine als Krankenschwester arbeitete, war das nicht immer möglich. An diesem Freitag hatte sie kommen wollen, doch aufgrund eines Notfalls musste sie arbeiten.
Hier in der Gegend hatte Sandrien seit ihrem Umzug noch kaum Bekanntschaften außerhalb ihres Berufs knüpfen können. Dafür arbeitete sie zu viel. Zudem lag ihr Haus etwas abgelegen, doch stellten der Garten und die ihn umgebenden Ländereien für sie einen wahr gewordenen Traum dar. Ihre Großmutter Claudine war hier immer sehr glücklich gewesen, besonders zu jener Zeit, als ihr Mann Antoine noch gelebt hatte. Sandrien war oft hierher gekommen und nur glückliche Erinnerungen verbanden sie mit diesem Ort.
Schon lange hatte Sandrien vorgehabt, das Haus, in dem sie viele schöne Sommerferien verbracht hatte, endlich zu bewohnen, doch ihr damaliger Partner Victor wollte Dijon keineswegs verlassen. Mittlerweile wusste sie auch warum … Seine Geliebte, die er inzwischen geheiratet hatte, lebte dort. Dabei war er damals während jener Liaison noch mit Sandrien verlobt gewesen, dieser elende Schuft!
Doch vermutete sie inzwischen auch, dass es an seinem Ego nagte, dass sie das Angebot dieser angesehenen Sozietät bekommen hatte, während er eine Absage von ihnen erhielt, jedoch in einer kleineren Kanzlei im selben Ort untergekommen wäre. Letzteres hatte er vermutlich aus verletzter Eitelkeit sofort abgelehnt. Er wollte nicht in dieses Kaff ziehen, hatte er in abfälligem Tonfall zu ihr gesagt und sie damit verletzt, da sie diesen Ort liebte. Wochenlang hatte er geschmollt, bis sie schließlich von seiner schändlichen Liaison erfahren hatte, die Konsequenzen gezogen und hierher gereist war.
Damals hatte Sandrien die Zusage der Sozietät für einen reinen Glücksfall gehalten. Sie hatten einfach zufällig eine Fachanwältin für Sozialrecht gesucht. Mittlerweile wusste sie durch ihren jetzigen Chef, dass er auch andere Gründe gehabt hatte, sie Victor vorzuziehen und diesen abzulehnen. Victors Referenzen waren nicht so gut wie ihre. Man sagte ihm eine gewisse Indiskretion nach, über die man keine genaueren Aussagen treffen wollte, während ihr Ruf unbeschadet war. Im Grunde war das mit Victor und seinen Befindlichkeiten und Launen jetzt bedeutungslos für sie.
Eigentlich bräuchte Sandrien ihre beiden Bediensteten nicht, auch wenn es angenehm und sehr praktisch war, diese um sich zu haben. Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, hatte sie diese hauptsächlich wegen der Einsamkeit eingestellt, die sie seit der Trennung von Victor verspürte. Auch fühlte sie sich als Frau mit ihnen in dem abgelegenen Haus einfach wohler. Nach den drei Jahren ihrer Beziehung war es gewöhnungsbedürftig, wieder allein zu sein.
Es gab einen kleinen Trakt für die Bediensteten mit einem zusätzlichen Bad, sodass es auch genügend Rückzugsraum für alle gab. Das war ihr wichtig, denn nichts konnte sie weniger ertragen, als wenn ihr ständig jemand auf die Pelle rückte. Sie brauchte einfach ihren Freiraum und ihre persönlichen Interessen, auch wenn diese in der letzten Zeit zu kurz gekommen waren. So liebte sie es, ihr eigenes duftendes Brot zu backen, da sie in dieser Hinsicht sehr eigen war. Auch an ihrem Kräutergarten hing ihr Herz. Sie schätzte es, duftende Potpourris und Tees selbst herzustellen. Victor war stets eifersüchtig auf ihre Hobbys gewesen, da er jede Minute ihrer Freizeit für sich zu beanspruchen gedachte.
»Darf ich Ihnen einen Tee bringen, Madame?«, fragte ihr Butler mit seiner sanften, dunklen Stimme, die diesmal etwas ganz tief in ihr berührte und eine Saite in ihr zum Schwingen brachte.
Glücklicherweise riss er sie damit aus den Erinnerungen an Victor, an den sie gerade heute nicht denken wollte. Sie betrachtete Benoit Prevet. Mit dem dunklen Haar, den smaragdgrünen Augen, dem leicht kantigen Gesicht und dieser Figur war er sogar wesentlich attraktiver als ihr Verflossener. Sie sollte Victor endlich vergessen und die Vergangenheit ruhen lassen. Schließlich war heute ihr Geburtstag. Jeder Gedanke an diesen Schuft war vergeudet.
»Merci, doch heute will ich lieber Champagner. Auf die Terrasse bitte, Benoit. Herzlichen Dank!«
Kurz flackerte etwas in seinen grünen Augen auf. Ihr wurde bewusst, dass sie ihn zum ersten Mal mit dem Vornamen angesprochen hatte.
»Es war keine Absicht, Sie mit dem Vornamen anzusprechen. Ich hoffe, Sie können mir verzeihen.«
»Es gibt nichts zu verzeihen, Madame. Also Champagner für Sie.«
Er öffnete die Terrassentür und hielt sie ihr auf. Sandrien trat an ihm vorbei hinaus. Der Hauch seines Aftershaves begleitete sie und verstärkte die unerklärliche Sehnsucht tief in ihr. Warum hatte sie zuvor nie wahrgenommen, wie gut er roch?


LESEPROBE 2

 »Guten Morgen, Christine.«
Christine hob den Blick. Ihr Kollege Niklas stieg zu ihr in den Aufzug, kurz bevor dieser anfuhr. Warum war Niklas heute so unerwartet freundlich zu ihr? Sonst war er eher zurückhaltend oder beachtete sie kaum.
»Hast du gut geschlafen?«, fragte er. Niklas war ein hübscher Kerl mit schulterlangem haselnussbraunen Haar und leicht schräg stehenden grünen Augen, doch bisher war er ihr kaum aufgefallen, da er zu den ruhigeren Menschen gehörte, die sich völlig in ihre Arbeit vergruben.
Plötzlich drückte er auf die Stopp-Taste des Aufzugs.
»Was soll das?«, fragte Christine.
Niklas beugte sich zu ihr, sodass sein Atem ihre Wange streifte. Christine schätzte ihn auf 1,73 cm, da er etwa fünf Zentimeter größer war als sie. Sie fand ihn attraktiv und sympathisch, doch bisher hatte sie nicht viel mit ihm zu tun gehabt, da er, im Gegensatz zu ihr, inländische Kunden betreute.
»Ich habe dich gestern Abend gesehen, Christine«, sagte Niklas. Seine Stimme klang rau und verführerisch und sein Atem streifte ihren Hals wie eine Liebkosung.
Ihr Herz schlug vor Aufregung schneller. »Was? Wobei?« Er hatte doch nicht etwa …
Niklas wirkte belustigt. »Ja, genau dabei, meine schöne Christine. Du warst echt süß. Eine kleine Privatvorstellung nur für mich ganz allein. Ich habe mich sehr amüsiert.«
Christine schluckte. Ihr Gesicht fühlte sich heiß an, als das Blut hineinschoss. Bestimmt war sie rot wie eine reife Tomate. »Aber ich dachte, ich wäre allein.«
Er war so dreist, zu lächeln. »Tja, das dachtest du aber nur … Ich hatte meine Karten für die Con vergessen, daher bin ich gestern Abend noch mal reingefahren.«
Christine wurde heiß und kalt bei dem Gedanken, dass er sie beobachtet hatte. Sie schämte sich.
»Du hast wirklich alles gesehen?«, fragte sie. Zu ihrer Verärgerung klang ihre Stimme fast ein wenig piepsig.
Er lächelte. »Alles, cherie, wirklich alles, doch nicht nur das. Ich habe alles mit meinem Handy gefilmt und werde es mir heute Abend noch mal ansehen. Dabei kann ich es mir endlich selbst besorgen, denn beim Filmen wäre das ungünstig gewesen.«
Christine gab ihm eine Ohrfeige. »Du Schwein! Wie konntest du nur?«
»Ja, ich sehe, die habe ich verdient, doch ändert das nichts an den Tatsachen.«
»Her mit deinem Handy! Du wirst diesen Film umgehend löschen.«
»Erstens habe ich dieses Handy gerade nicht bei mir und zweitens werde ich den Film garantiert nicht löschen.«
»Was willst du von mir, du Perverser?«
Er grinste hinterhältig. »Einen Perversen nennst du mich? Ich habe nicht im Großraumbüro onaniert – im Gegensatz zu dir. Außerdem ist die Frage ja wohl eher, was du willst«, sagte er.
»Wie meinst du das?«
Seine grünen Augen funkelten amüsiert. »Willst du, dass ich das Video anonym an die Geschäftsleitung schicke, damit diese weiß, was du während der Arbeitszeit im Büro so treibst oder wirst du kooperativ sein?«
Christine schluckte. »Du willst Sex?«
Er nickte. »Genau.«
»Du hinterhältiger, gemeiner, mieser Drecksack!«
Niklas grinste. »Nette Worte von jemandem, der für sich beansprucht, eine Dame zu sein.«
Christine war verdammt wütend auf ihn. Als er sachte über ihren Hals leckte, erschauerte sie dennoch und sie war sich nicht mal sicher, ob es vor Abneigung war …
»Das ist Erpressung und Nötigung! Ich könnte dich anzeigen.«
»Du hast keine Beweise, Schätzchen. Deine Möglichkeiten sind verdammt eingeschränkt.«
Christine sah sich ihn genauer an. Er war gepflegt, gut aussehend und er war ihr sogar sympathisch gewesen – zumindest bis vor Kurzem noch. Jetzt würde sie ihn am liebsten erwürgen, diesen Schuft. Doch würde ihr wohl kaum etwas anderes übrig bleiben, als auf seine Forderung einzugehen. Zuerst wollte sie aber so viele Informationen wie möglich sammeln. Womöglich fand sie eine Schwachstelle bei ihm.
»Du bist doch nicht etwa pervers, stehst auf kinky Ratten-Sex oder so was?«, fragte sie.
Niklas brach in Gelächter aus. »Wie kommst du denn auf so was?«
»Hab ich in einem Film gesehen. Phantom der Oper, glaube ich.«
Niklas sah sie erstaunt an. Seine Augen leuchteten. »Sag bloß, du bist auch ein Fan von Julian Sands?«
»Er spielt wirklich gut, nur ist der Film irgendwie … bizarr. Auf jeden Fall weiß ich jetzt, wie es zu den seltsamen Gerüchten über dich kommt.«
»Was sagt man denn über mich?«
»Stimmen die Gerüchte, dass Jana dich verlassen hat und lesbisch geworden ist, weil du Tiere im Bett hast?«
Niklas’ Grinsen erstarb. »Was weißt du über Jana?« Sie hatte das Gefühl, bei ihm einen wunden Punkt getroffen zu haben.
»Nicht viel.«
Er schob zwei Finger in ihren Ausschnitt, in jenes tiefe Tal zwischen ihren Brüsten. Seine Berührung war nicht unangenehm. Er zog sie zu sich heran, sodass ihre Gesichter sich so nahe waren, als wollte er sie küssen. Sein Atem streifte ihre Wange.
»Ich habe keine Tiere in meinem Bett und Jana ist durch mich auch nicht lesbisch geworden – zumindest hoffe ich das.« In den letzten Worten lag eine gewisse Unsicherheit, die sie von ihm nicht erwartet hätte.
»Es kann schon mal passieren, dass eine Frau sich ihrer wahren Veranlagung erst später bewusst wird«, sagte Christine, denn irgendwie tat er ihr jetzt auch ein bisschen leid, obwohl er ein Schuft war. Jedenfalls schien er unter der Trennung wesentlich mehr zu leiden, als sie gedacht hatte.
»Wir werden ja herausfinden, ob Jana lesbisch ist«, sagte er mit ernster Miene.
Christine schluckte. »Wir?«
Er streichelte zärtlich ihre Wange. »Ich sage dir genau, was ich von dir will, Schätzchen: Du wirst Jana verführen!«

Freitag, 22. Februar 2013

Neuerscheinung: Die Zofe

Seit heute gibt es wieder eine neue Kurzgeschichte (47 Normseiten) von mir. Diesmal bewege ich mich auf den weniger ausgetretenen Pfaden des Crossdressings. Offenbar wird diese Zielgruppe als zu klein erachtet, sodass es in dem Bereich nur wenige Veröffentlichungen gibt. Verlage wagen sich kaum ran.

Nein, ich habe während des Schreibens nicht an Andrej Pejec gedacht. Zu der Zeit wusste ich gar nicht von ihm, da ich mich kaum für Models und aktuelle Mode (ich bevorzuge es klassisch) interessiere. Ehrlich. Obwohl eine gewisse Ähnlichkeit meines Protagonisten zu ihm besteht. Aber das dürfte für Gabriel(le) alles andere als eine Schande sein. ;-)

Leseproben von meinen Werken gibt es auf Smashwords und Amazon. Bei Beam eBooks bekommt ihr gratis Leseproben-Demoversionen meiner E-Books.

Heute ist es bereits bei hier gelistet:

Beam eBooks
Smashwords
XinXii

Erhältlich ist das Werk ab morgen im Kobo-Shop und auf Amazon. Page Place, Sony, iTunes, Diesel, Barnes & Noble etc. werden in einigen Wochen folgen.

KURZBESCHREIBUNG:

Als seine Schwester Madeleine Gabrielle überraschend nach Tibet verschwindet, muss Gabriel für sie als Maskenbildnerin und Zofe der Schauspielerin Janessa einspringen. Unter dem Namen Gabrielle gibt er sich für sie aus. Doch dann beginnt Janessa, die in dem Ruf steht, lesbisch zu sein, sich für die schöne blonde Frau zu interessieren …



LESEPROBE:

Schnell wandte Gabrielle den Blick ab und trat einen Schritt zur Seite.
»So schüchtern?«, fragte Janessa lächelnd.
»Es ist nur … Ich … ich …«, stammelte sie.
»Du bist ja so süß.« Janessas Stimme war nun eine Nuance tiefer, rauchig und unheimlich sexy. Sie legte zwei Finger unter ihr Kinn. »Sieh mich an, Gabrielle.«
Verstohlen hob sie den Blick. Janessa betrachtete sie mit dunklen, unergründlichen Augen. Mit der Zungenspitze befeuchtete sie ihre rot geschminkten, vollen Lippen. Die Anziehungskraft, die sie auf Gabrielle ausübte, war verheerend. Sie atmete tief durch, um wieder Herrin ihrer Sinne zu werden.
Gabrielle wollte erneut zum Paravent fliehen, doch Janessa ließ sie nicht. Sie legte einen Arm um ihre Taille und zog sie zu sich heran.

Donnerstag, 21. Februar 2013

"Die Gefangene des Hexers" in Neuauflage

"Die Gefangene des Hexers" gibt es jetzt in neuer, überarbeiteter Auflage mit neuem Cover. Die Geschichten wurden etwas länger.



Das neue Cover ist etwas weniger freizügig wegen iTunes. Auch die Beam- und Amazon-Versionen haben inzwischen ebenso wie zuvor schon die Smashwords- und iTunes-Version ein verlinktes Inhaltsverzeichnis. Am Ende einer jeden Geschichte gibt es wieder einen Link zurück zum Inhaltsverzeichnis, sodass man die Stories in der selbst gewünschten Reihenfolge lesen kann, ohne sich mühsam durch das ganze E-Book blättern zu müssen.
Die Ausgabe bei Amazon ist mit DRM, alle anderen ohne. Nachträglich konnte ich das bei Amazon leider nicht mehr ändern. Ich möchte meinen Lesern so viele Freiheiten wie möglich beim Lesen und Archivieren lassen. Raubkopierer zähle ich nicht zu meinen Lesern.
Wer die alte Ausgabe von Amazon hat, kann unter Angabe der Amazon-ASIN B005Y2H4C1 beim Kundenservice die neue Ausgabe anfordern.

Erhältlich ist es bei:

Smashwords
Beam eBooks
XinXii
Amazon

In Kürze auch im Kobo-Shop, Page Place, Casa del Libro, Sony, Baker & Taylor und bei Diesel. Mit Google Play muss ich mich noch befassen.

Sonntag, 3. Februar 2013

Ideen für Valentinstag

Vermutlich werden am 14. Februar die meisten von euch arbeiten müssen. Doch das ist kein Problem. Bittet euren Liebsten, einfach ein wenig früher nach Hause zu kommen, falls das möglich sein sollte. Andererseits kann man ihm mit wenigen Mitteln und ein paar Minuten Zeit schon eine Freude bereiten. Falls möglich, seid etwas früher zuhause als er.

1.) Schickt ihm vormittags eine SMS mit dem Inhalt, welche Körperstellen von ihm ihr am Abend küssen möchtet. Nach etwa zwei Stunden schickt ihm eine weitere mit den Körperstellen, die er bei euch berühren sollt, später eine dritte, in der ihr beschreibt, wie ihr euch selbst berührt ... 

2.) Besorgt euch ein duftendes Massageöl. Die gibt es in jeder Apotheke, z.B. die von Weleda. Empfangt ihn leicht gekleidet an der Tür, etwa in einem Babydoll, Korsett mit Strapsen und extravaganten Schuhen, einem Negligee oder was auch immer ihr habt. Zieht ihn aus und gönnt ihm eine entspannende Massage bei etwas Musik ... Vielleicht habt ihr auch etwas zu Essen vorbereitet, das schnell geht und auch kalt noch genossen werden kann. Auch das könnt ihr mit der Massage und dem, was danach folgt verbinden ...

3.) Bitte ihn, drei kleine erotische Wunschzettel zu schreiben, die er am Valentinstag eingelöst bekommt. Umgekehrt schreibt ihr drei kleine Wunschzettel. Seid mutig und schreibt eure geheimsten Wünsche auf, egal wie kinky diese sind. Ihr werdet überrascht sein, wie weit er geht. 
Umgekehrt macht ihr natürlich auch bei allem mit, was er vorschlägt, außer es ist wirklich etwas, mit dem ihr nicht leben könntet. Seid experimentierfreudig und haltet seine Wünsche hoch. Es ist ein Zeichen von großem Vertrauen, wenn er sie euch offenbart.

4.) Musik, gedämpftes Licht, empfangt ihn mit einem Striptease. Am besten fesselt ihr ihn dazu ans Bett oder an einen Stuhl und lasst ihn nur passiv zusehen. Dann gegen Ende des Striptease bietet ihr ihm einen Lapdance, während er sich nicht so bewegen kann, wie er will ... Reizt und zögert es hinaus, bevor ihr über ihn herfallt.

5.) Wenn er nach Hause kommt, überfallt ihn, werft ihn aufs Bett, verbindet seine Augen mit eurem BH (alternativ geht auch ein Seidentuch oder eine Augenbinde) und geht in die Tiefe ...

6.) Alternativ könnt ihr natürlich auch ein sexy Kostüm anziehen. Das ist ja nicht auf Fasching beschränkt. Seid eine strenge Lehrerin, die ihn bestrafen muss, weil er ein unartiger Junge gewesen ist oder eine Krankenschwester, die ihn untersuchen muss. Eine French Maid, die ihn aus der staubigen Kleidung hilft, damit er nicht die Wohnung schmutzig macht, während ein Bad auf ihn wartet. Die Unterwäsche untersucht ihr sehr gründlich auf Löcher, natürlich während er sie noch trägt ...

7.) Wartet erst gar nicht, bis er in der Wohnung ist, sondern überfallt ihn - falls möglich - bereits auf der Treppe oder im Flur mit nichts bekleidet als einem langen Mantel, hochhackigen Stiefeln und vielleicht einer roten Langhaarperücke.

Das alles gilt natürlich auch für Männer. Ich schrieb es aus meiner eigenen Sichtweise, was nicht heißt, dass Männer nicht auch einfallsreich sein sollten. 

Donnerstag, 17. Januar 2013

The Next Big Thing Blog Hop


Ist eine Möglichkeit für Autoren (in der ganzen Welt) zu berichten, an welchem Projekt sie gerade arbeiten.
Sie beantworten 10 Fragen zu ihrem nächsten Buch. Zusätzlich erwähnt man die Person, die einen vorgeschlagen hat, und nennt selber 5 Autoren/Autorinnen, die als nächstes die Fragen beantworten.
  
Vorgeschlagen wurde ich von der wunderbaren Liebesromanautorin

Cathy McAllister

die auch noch eine meiner Lieblingsautorinnen ist. <3 <3 <3 Natürlich kenne ich alle ihre Bücher.

Über Cathy McAllister:

Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Westafrika, lebt Cathy McAllister mit ihrem Mann und zwei Kindern heute in UK.
Unter Pseudonym hat sie in der Vergangenheit mehrere Bücher bei renommierten Verlagen wie Ullstein und C.Bertelsmann verlegt.
Seit Anfang 2012 veröffentlicht sie ihre Bücher Independent. Alle ihre Bücher sind als eBook im Kindle Shop und zum Teil auch als Taschenbuch hier auf Amazon erhältlich.
Cathy McAllisters Liebesromane sind in den Genres Historisch, Thriller und Fantasie angesiedelt.

Cathy McAllister ist hier zu finden:



Derzeit sind folgende Bücher von ihr bei Amazon erhältlich:
Die meisten ihrer Werke gibt es sowohl als E-Books, als auch als Papierbücher exklusiv bei Amazon.

Die Herz Trilogie (im Sammelband, aber auch einzeln)
Fessel mein Herz (Highlander-Liebesnovelle)
Bezwinge mein Herz (Piraten-Liebesnovelle)
Rette mein Herz (Indianer-Liebesnovelle)

Der Unbezähmbare (Zigeuner)
Geliebte Bestie (Mafia Thriller Erotic Romance)
Das Herz der Wölfin (Wikinger-Liebesroman)
Volcans Glut (Hüter der Elemente) (Erotic Paranormal Romance)
Vom Prinzen gezähmt (Elven Lover 1) (Erotic Paranormal Romance)
Angst im Paradies (selbes Genre wie „Nicht ohne meine Tochter“)
BRANDNEU: Die verbannte Braut (Historischer Liebesroman mit vielen erotischen Elementen und Spannung)

Was ist der Arbeitstitel ihres Buchs?

„Engel der Sünde“

Allerdings ist es möglich, dass die Kurzgeschichtensammlung „Ménage à trois“ zuerst erscheint. Der Titel dürfte wohl selbsterklärend sein. Enthalten sind vier Kurzgeschichten, zwei ffm und zwei mmf.

Woher kam die Idee für das Buch?

Das war sehr unspektakulär. Ein Verlag zeigte über Twitter Interesse an einem Paranormal Erotik-Roman, da ich auch Paranormal Romance schreibe. Mein Mann sagte, ich solle über das schreiben, was im Trend ist. Zu jener Zeit (Ende 2011) waren das Engel und Geister. Geister geben meiner Meinung nach für Erotikromane keine guten Protagonisten ab. Ich weiß auch nicht warum. ;-)

Ich war skeptisch, denn da ich überhaupt nicht christlich bin kann dabei nur irgendwas Merkwürdiges herauskommen.
Also bemühte ich meinen eigenen Glauben, der in keine Schublade passt, und noch einige andere Elemente. Offenbar war es wirklich nicht schubladentauglich genug …

Zur Kurzgeschichtensammlung kam die Idee aus heiterem Himmel. Da ich das Cover schon hatte, überlegte ich einfach, wer die beiden darauf abgebildeten Frauen sind, wie sie von vorne aussehen etc. Doch dazu später mehr. J

Unter welches Genre fällt Ihr Buch?

Paranormal Erotic Romance

Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung Ihres Buchs?

Die Liebe zwischen einem Halbindianer und dem Engel des Todes ist verboten, wodurch die beiden zu Gejagten werden und zwischen zahlreiche Fronten geraten.

Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filumumsetzung spielen?

Dita von Teese und Rick Mora. Ehrlich gesagt habe ich mir bisher darüber keine Gedanken gemacht. Verfilmt werden so gut wie keine Bücher deutschsprachiger Autoren.
Mitspracherecht, welche Schauspieler die Rollen bekommen, hat man da auch keins. Meist hat man nicht mal auf das Drehbuch Einfluss, es sei denn, man schreibt es selbst, wozu wenige Romanautoren in der Lage sind. Andererseits kann man als Romanautor eine Menge von Drehbuchautoren lernen.

Werden Sie Ihr Buch selbstverlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?

Ich werde es selbstverlegen.

Die Freiheit, mein Cover selbst zu gestalten, die absolute Kontrolle, die Nichtabgabe meiner Rechte und die höheren Tantiemen sind verlockend. Allerdings muss man für die Kosten des Lektorats und Korrektorats selbst aufkommen. Der eine Verlag wäre hinsichtlich Marketing passend gewesen und der Roman war auch auf dessen Verlagsprogramm zugeschnitten. Zumindest dachte ich das … Weiteren Verlagen werde ich den Roman nicht anbieten. Seit 2011 habe ich nichts mehr an Verlage geschickt, mal abgesehen von einem Anthologie-Beitrag..

Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Eintwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?

Etwa ein viertel Jahr. Allerdings werde ich das Manuskript jetzt noch erweitern, da es ursprünglich als Mehrteiler geplant war, aber ich für meine Zwecke einen Einzelroman für sinnvoller halte.

Welche anderen Bücher würden Sie mit ihrem Genre vergleichen?

Es ist ein heißes Eisen, die eigenen Werke, selbst wenn man sich nur auf das Genre bezieht, mit denen anderer Autoren vergleicht, vor allem wenn diese bekannter oder amerikanisch sind. Entweder wird einem Hybris unterstellt oder die Leute sind enttäuscht, wenn es nichts Nachgemachtes ist wie etwa diese vielen Twilight-Klone.

Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?

Gerade die merkwürdige Mischung, die den Verlag wohl abgeschreckt hat, dürfte interessant sein.
Das Engelsbild entspricht nicht dem üblichen. Diese Wesen und die Welten werden vielgestaltiger dargestellt.

Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?

Ja, gerne und zwar nachstehende:

Ferdinand von Stade

Im Alltag gibt es zu viele festgeschriebene Rollen die wir spielen müssen.
Legen Sie doch noch ein paar drauf. Allein, zu zweit, zu dritt. Sinnlichkeit ist auch gemeinsames Träumen.
---
ferdinand-von-stade.de 


"Faszination Begierde" aus der Feder Ferdinand von Stades. Ob Mittelalter oder Moderne, Federbett oder Folterbalken, Liebeshingabe oder Strafaufgabe - die Vereinigung von Erfahrung mit Fantasie erzeugt Leidenschaft. Nur mit Fantasie wird aus Sex sinnliche Erotik. Lassen Sie sich begeistern. Erotische Kurzgeschichten bereichern Traum und Wirklichkeit.

Klarissa Klein / Ana Riba / Isadorra Ewans / Sara Bellford / Greta Haberland

Geboren und aufgewachsen im Ruhrgebiet, lebt sie heute im Sauerland. Ihre Geschichten handeln von echter Erotik und den zwischenmenschlichen Problemen. Ihre Charaktere sind aus dem Leben gegriffen und beruhen auf wahren Gegenbenheiten.
Ihr Erstling erschien unter dem Pseudonym „Sara Bellford“.


Bianca Balcaen

Bianca Balcaen arbeitet seit über zwanzig Jahren in der Touristikbranche und war fast überall auf der Welt zuhause. In jedem bereisten Land nahm sie die Mythen, Legenden und fremde Kulturen in sich auf, ließ sich von ihnen inspirieren und verarbeitete sie zu geheimnisumrankten Geschichten. Seit sieben Jahren lebt sie mit ihrem Mann in Spanien und entschloss sich 2011 ihren ersten Roman als Auftakt der neuen Dreamtime-Saga zu schreiben.
Derzeit gibt es bereits drei Bände der Serie und ein vierter ist in Arbeit.

Mehr über die Autorin erfahren Sie unter: http://biancabalcaen.me/

Ich habe bei zwei weiteren Autoren angefragt, doch bisher keine Antwort erhalten.





Dienstag, 8. Januar 2013

Nachteile der Verlagsveröffentlichung für Autoren


Derzeit findet eine Hexenjagd gegen Selbstverleger statt. Es wird behauptet, bei deren Werken würde es sich ausschließlich um von den Verlagen abgelehnte Werke handeln, was nicht richtig ist. 

Auch stimmt es einfach nicht, dass der Großteil davon Schrott wäre.
Ich selbst lese viele Werke von Indies. Da man den größten Schrott schon am Klappentext oder Cover erkennt und ich mir die Leseproben immer ansehe, habe ich sehr selten Fehlkäufe, sondern habe schon viele gute Indie-Werke gefunden und mit Genuss gelesen. Und das zu einem günstigen Preis.

Sehr viele Indie-Autoren, nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland, sind Verlagsautoren, die diesen Weg dem traditionellen vorziehen oder ihn parallel dazu betreiben. Auch gibt es darunter viele Drehbuchschreiber.

Es gibt mittlerweile so viele Gründe, die GEGEN die Zusammenarbeit mit Verlagen sprechen, dass das schon indiskutabel wird. 

„Gefangene des Hexers“ ist das einzige von mir selbstveröffentlichte erotische Werk, das ich bisher bei einem VERLAG vorgestellt habe. Und damit meine ich wirklich nur EINEN!
Es wurde nicht angenommen, weil Fantasy sich bei den Lesern dieses Verlages nicht in ausreichender Menge verkaufen würde. Man zeigte jedoch großes Interesse an weiteren Werken, sofern diese zeitgenössisch und ohne Fantasy seien.
Ein weiterer Verlag zeigte Interesse an meinen erotischen Werken. Diesmal sogar ein besserer Verlag, doch ich zögere wegen der vielen Vorteile, die mir das Self-Publishing bietet.

Dem einen Werk gegenüber stehen nachfolgende Titel, die NIE EINEM VERLAG VORGESTELLT, sondern sofort selbstveröffentlich wurden:

„Artemis’ Verführung“
„Der Französischlehrer“
„In der Gewalt des Feindes“
„Der Cop“
„Tabulos im Büro“
„Nikitas Bestrafung“
„Süße Rache“
„Gefangene ihrer Lust“

Wenn ich mit einem VERLAG zusammenarbeite, habe ich folgende NACHTEILE:

-          Ich muss das Marketing selbst machen, sofern ich nicht zufällig Nora Roberts heiße. Das sehe ich zur Genüge bei meinen Autorenkolleginnen, die mit Verlagen zusammenarbeiten. Nur die wenigen ganz an der Spitze werden beworben, der Rest muss selbst sehen, wo er bleibt …
-          Ich habe keinen Einfluss auf das Cover, den Titel und den Klappentext. Dies alles ist wichtig für den Verkaufserfolg eines Werkes
-          Ich habe keinen Einfluss auf die Vertriebskanäle und die Preisgestaltung
-          Ich verdiene pro Buch nur einen winzigen Bruchteil dessen, was ich als Self-Publisher bekäme.
-          Ich habe keinen Einfluss auf den Buchsatz. Der ist nicht bei allen Verlagen zufriedenstellend …
-          Von Verlagsautoren habe ich schon häufiger gehört, dass das Lektorat auch nicht besonders gut sein kann. Auch hier hat man kaum Einfluss. Friss oder stirb!
-          von diesem geringen Bruchteil kassiert noch eine Literaturagentur etwa ein Viertel, weil ich ohne die bzw. ohne Beziehungen bei Großverlagen keine Chance habe
-          Verlagseinsendungen kosten Geld für Papierausdrucke, Umschläge, Porto und Mappen. Jetzt seht euch mal die Neuerscheinungen der Verlage an. Wie viele sind die Werke deutschsprachiger Autoren im Verhältnis zu Übersetzungen? Seht sie euch wirklich an, denn die Rate ist erschütternd! Deutsche Autoren werden von den Verlagen vielfach ignoriert. Bestenfalls werden ein paar Vorzeigeautoren angenommen und gefördert, damit dieser Eindruck abgemildert wird. Aber es ist eine Tatsache! Daher werde ich selbst vorwiegend Werke kaufen von Indies und kleinen Verlagen wie dem Sieben-Verlag, die deutschsprachige Autoren verlegen.
-          Verlagseinsendungen kosten viel Zeit. Oft bekommt man erst nach einem Jahr Antworten. Dann dauert es, falls es zu einer Zusage kommen sollte, noch ein bis zwei Jahre, bis das Buch erscheint. Bis dahin ist ein möglicher Trend bereits wieder im Niedergang … Das sind bis zu drei (!) Jahre, die das Buch bereits Geld bringen könnte, wenn ich es selbst verlegt hätte. Eine Verlagsveröffentlichung ist außerdem keine Erfolgsgarantie!
-          Ich muss damit rechnen, dass man größere Teile meines Werkes verändert
-          Gewagtere, originellere Themen können kaum aufgegriffen werden, da besonders die Großverlage sich sehr an den großen Trends orientieren.
-          Wenn der Verlag mir ein neues Pseudonym zuweist, muss ich das nehmen oder eben den Vertrag nicht unterschreiben
-          ich habe keinen Einfluss darauf, ob meine Nebenrechte angemessen verwertet werden. Zwar kann man diese nach Jahren je nach Vertrag zurückrufen, aber Jahre sind Jahre …
-          ich gebe ALLE Rechte für das jeweilige Werk ab, insbesondere das E-Book-Recht für den Rest meines Lebens.

Ich schreibe aus Leidenschaft und weil es mich glücklich macht. Dennoch kann ich die geschäftliche Seite nicht außer Acht lassen. Um J.A. Konrath zu zitieren:

Veröffentlichen ist ein Geschäft und keine Ideologie!

Also machen wir keine Ideologie im Sinne von „Pro Verlag“,„Anti-Indie“ oder was auch immer daraus, sondern wählen unseren eigenen Weg, sei dieser der über Verlage, Indie oder Hybrid-Wege, wie sie in den USA immer häufiger beschritten werden.

Unbedingt lesenswert ist dieser Blogeintrag, der sich mit der aktuellen Hetzte gegen die Self-Publisher befasst:

http://ebook-tipps.blogspot.de/2013/01/schiet-nicht-auf-den-self-publisher.html?spref=fb

Lest auch J.A. Konraths Blogeintrag zum Thema Verdienste bei Verlagsveröffentlichungen:

http://savvybookwriters.wordpress.com/2012/09/28/konraths-sales-the-numbers-of-books/